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Klassische Musik und Oper von Classissima

Joseph Haydn

Samstag 29. April 2017


Klassik am Mittag

24. April

Harnoncourt und Haydn

Klassik am MittagSendung Nummer768 25.4.2017 & 30.4.2017, 12 Uhr Nicht jeder Dirigent kann einen guten Haydn dirigieren. Aber Harnoncourt konnte das ausgezeichnet. __________________________________________________ Playlist: 1.) Haydn Symphonies 31, 59, 73 Concentus musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt Plattenverlag: Teldac das alte Werk Erscheinungsjahr: 2009__________________________________________________ 2.) Haydn Harmoniemesse - Te Deum - Cantata "Qual dubbio ormai" Concentus musicus Wien Nikolaus Harnoncourt Plattenverlag: Teldac das alte Werk Erscheinungsjahr: 2009__________________________________________________

ouverture

15. April

Neukomm: Requiem à la mémoire de Louis XVI (Alpha)

Als der Wiener Kongress 1814/15 über die Neuordnung Europas nach der Niederlage Napoleons beriet, gedachten die Beteiligten mit einer feierlichen Messe auch des Königs Ludwig XVI., der 1793 in Paris guillotiniert worden war. Die Musik für dieses Totengedenken lieferte Sigismund Ritter von Neukomm (1778 bis 1858), der Hauskomponist Talleyrands.  Es ist erstaunlich, aber dieser Musiker ist heute nahezu vergessen. Dabei war er zu Lebzeiten auf drei Kontinenten tätig, und enorm erfolgreich. Sigismund Neukomm, der Sohn eines Salzburger Lehrers, war ein Wunderkind. Im zarten Alter von vier Jahren soll er bereits fließend gelesen haben; wenig später begann seine musikalische Ausbildung. So erlernte der Knabe das Orgelspiel beim Domorganisten Franz Xaver Weissager. Er musizierte zudem auf Streich- und Blasinstrumenten, und erhielt Unterricht in Harmonielehre bei Michael Haydn.  Als er 16 Jahre alt war, wurde Neukomm Titularorganist der Salzburger Universitätskirche; außerdem war er als Korrepetitor am Theater tätig. 1797 ging er schließlich mit einer Empfehlung seines Lehrers Michael Haydn nach Wien, wo er erst Schüler und bald auch Mitarbeiter Joseph Haydns wurde. Für diesen erstellte er beispielsweise die Klavierauszüge der Oratorien Die Schöpfung und Die Jahreszeiten.  Außerdem unterrichtete Neukomm; seine wohl bekanntesten Schüler waren Franz Xaver Wolfgang und Carl Thomas Mozart. Das Werk von Wolfgang Amadeus Mozart schätzte Neukomm übrigens sehr – und nach dem Tode Joseph Haydns 1809 stiftete er diesem den Grabstein.  Der Musiker war ausgesprochen reisefreudig. Er wirkte als Kapellmeister in St. Petersburg und in Rio de Janeiro; wenn er nicht unterwegs war, dann lebte er zumeist in Paris. Im Laufe seines langen Lebens schuf Neukomm unglaublich viele Musikstücke, von der Oper bis zum Klavierkonzert und vom Lied bis zum Oratorium. Sein ebenso umfangreiches wie qualitätvolles Lebenswerk ist im Konzertsaal allerdings derzeit faktisch nicht präsent. Die französische Nationalbibliothek besitzt etwa 2.000 Manuskripte des Komponisten, doch dieser Bestand soll bislang schlecht erschlossen sein. Noteneditionen sind rar.  Umso mehr freut diese Einspielung der Trauermusik, die einst in Wien zum Gedenken an den hingerichteten König von Frankreich erklungen ist. Neukomms Musik ist imposant, und dabei ausgesprochen nobel und elegant. Jean-Claude Malgoire hat diese Trauerklänge mit dem Ensemble La Grande Écurie et la Chambre du Roy sowie dem Chœur de Chambre de Namur würdig eingespielt. Clémence Tilquin, Yasmina Favre, Robert Getchell und Alain Buet sind in den Solopartien zu hören. Musiziert wird voll Respekt, sehr gekonnt und historisch authentisch – so erklingen beispielsweise eine Ophicleide, ein auch von Mendelssohn, Berlioz, Verdi und Wagner verwendetes Blechblasinstrument, das später im Orchester durch die Tuba ersetzt wurde, und ein Tamtam, ein großer Gong unbe- stimmter Tonhöhe, der aus Ostasien stammt und in Frankreich seit dem Ende des 18. Jahrhunderts gezielt als Effektinstrument bei Trauermusiken eingesetzt wurde.  Neukomms Trauermusik ist ein Werk mit einer einzigartigen Aura. Dieses Requiem, das der Komponist ursprünglich zu Ehren seiner Lehrer, der Gebrüder Haydn und des Organisten Weissager, zu Papier gebracht hatte, gehört für mich zu den schönsten Werken der Funeralmusik überhaupt. Was für eine Entdeckung! 




ouverture

31. März

Haydn: String Quartets; Goldmund Quartett (Naxos)

„Haydns Fantasie ist scheinbar grenzenlos. Von seinen über 80 Quartetten ist eines schöner als das andere. In den Werken zeigen sich wirklich alle denkbaren Charak- tere und Empfindungen. Seine zahl- reichen Ideen erfordern vom Musiker viel Liebe zum Detail. Vor allem von den Mittelstimmen wird in dieser Hinsicht hohe Aufmerksamkeit ver- langt. Aber es lohnt sich“, schwärmt Pinchas Adt, zweiter Geiger im Gold- mund-Quartett.  Florian Schötz, Pinchas Adt, Christoph Vandory und Raphael Paratore haben bereits während der Schulzeit gemeinsam musiziert: „Als wir in den letzten Schuljahren waren, hat unser damaliger Musiklehrer uns ermutigt, ein Quartett zu gründen und erste Auftrittsmöglichkeiten organisiert“, berichtet Paratore von den Anfängen. Ein Streichquartett von Joseph Haydn war auch das erste Stück, das die jungen Musiker gemeinsam erarbeitet haben.  Die Entscheidung, ausgerechnet seine Werke für ihr Debüt einzuspielen, fiel wohlüberlegt: „Intonation, Artikulation, Phrasierung, Balance – eigentlich alle Parameter, die ein gepflegtes Quartettspiel benötigt, findet man bei Haydn“, meint Schötz. „Vielleicht kann man sagen, dass es nach Haydn wenige Werke für Streichquartett gibt, die die Qualität eines Ensembles so transparent spiegeln.“  Ausgewählt haben die Vier mit op. 1 Nr. 1 eines seiner frühesten Quartette, ein mittleres – op. 33 Nr. 5 – und ein spätes, op. 77 Nr. 1. Und dem Anspruch, den auch das CD-Coverfoto deutlich macht, wird das Goldmund-Quartett durchaus gerecht: Ja, die jungen Musiker haben mit dieser Ein- spielung einen Gipfel erobert. Auf die nächsten Aufnahmen dieses brillan- ten Ensembles, das alle Schwierigkeiten scheinbar mühelos meistert, das frisch und mit ebensoviel Humor wie Überlegung musiziert, darf man sehr gespannt sein.  Bravi! 

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28. März

Various Composers: Horn Concertos

Dank zahlreicher technischer Verbesserungen entwickelte sich das Horn im Spätbarock vom bloßen Jagd-Signalgeber zu einem variabel einsetzbaren Soloinstrument. Spätestens in der Wiener Klassik avancierte es dann zu einem Geheimfavoriten der konzertanten Musik, nicht zuletzt wegen Mozarts vier berühmter Hornkonzerte (KV 412, 417, 447 und 495). Vor allem im deutschsprachigen Raum und im benachbarten Böhmen bereicherten in der Folge Mozarts zahlreiche Komponisten bis weit in die Spätromantik das Repertoire. „Horn Concertos“ bietet eine einzigartige Sammlung von bekannten und raren Hornkonzerten aus drei Jahrhunderten. Die Box fasst dabei die bekanntesten Konzerte von Georg Philipp Telemann, Joseph Haydn, Michael Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Rosetti, Carl Maria von Weber und Richard Strauss zusammen. Darüber hinaus enthält sie auch zahlreiche Raritäten von vergessenen Meistern wie Johann Beer, Christoph Förster, Peter Johann Fick, Josef Fiala, František Xaver Pokorný, Johannes Sperger, Othmar Schoeck und Hans-Georg Pflüger. Insgesamt wurden 46 Werke zusammengefasst. Die Aufnahmen entstanden zwischen 1979 und 2015. Die Sammlung enthält größtenteils Brilliant-Classics-Eigenproduktionen aus den 2000ern, die durch Lizenzaufnahmen von Berlin Classics und anderen Labels sinnvoll ergänzt werden. Es musizieren weltweit anerkannte Solisten wie Peter Damm, Felix Klieser, Herman Jeurissen und Andrew Joy, die von internationalen Spitzenensembles wie dem Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach unter der Leitung von Hartmut Haenchen, der Staatskapelle Dresden unter Siegfried Kurz, dem Württembergisches Kammerorchester Heilbronn unter Ruben Gazarian, dem Netherlands Chamber Orchestra unter Roy Goodman, Musica Amphion unter Pieter-Jan Belder und dem Ensemble Cordia unter Stefano Vegetti begleitet werden. Die Anmerkungen im Booklet wurden vom Publizisten, Kritiker und Bratschisten Philip Borg-Wheeler eigens für diese Veröffentlichung verfasst. Horn Concertos erscheint am 7. April 2017 (digital bereits am 3. März) auf Brilliant Classics (Artikelnr. 95412) und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de oder → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden. Weitere Infos über die 10-CD-Box sowie die komplette Tracklist findet man auf der englischsprachigen Produktseite: http://brilliantclassics.com/articles/h/horn-concertos/



Brilliant Classics Blog

24. März

Brilliant Classics: Neuheiten im April 2017

Jeden Monat erscheinen bei Brilliant Classics hochkarätige Neuproduktionen, interessante Wiederveröffentlichungen, Lizenzaufnahmen und enzyklopädische Sammler-Editionen. Sämtliche in diesem Artikel vorgestellten Tonträger sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab dem 7. April 2017 im Handel erhältlich, die digitalen Ausgaben erscheinen bereits am 3 März 2017. Das ist Klassikvielfalt mit Entdeckergarantie. Various Composers: Horn Concertos Various Artists Epoche: Barock · Klassik · Romantik | konzertante Musik Artikelnr. 95412BRC | EAN: 5028421954127 → amazon.de | → jpc.de 10-CD-Box Exemplarische Sammlung von bekannten und unbekannten Hornkonzerten Vom bloßen Jagd-Signalgeber entwickelte sich das Horn, dank seiner rasanten technischen Verbesserung, im Spätbarock und in der Wiener Klassik zu einem Geheimfavoriten der konzertanten Musik. Vor allem im deutschsprachigen Raum und im benachbarten Böhmen bereicherten zahlreiche Komponisten bis weit in die Spätromantik das Repertoire. Die 10-CD-Box „Horn Concertos“ fasst die bekanntesten Hornkonzerte von Telemann, Haydn, Mozart, Rosetti, Weber und Richard Strauss aber auch zahlreiche vergessene Raritäten von Beer, Förster, Fick, Fiala, Pokorný, Sperger, Schoeck und Pflüger zusammen. ♦ Johann Sebastian Bach: Goldberg Variations Pieter-Jan Belder Epoche: Barock | Cembalomusik Artikelnr. 95471BRC EAN: 5028421954714 (CD) → amazon.de | → jpc.de Brilliant Classics Artikelnr. 90008BRC EAN: 5028421900087 (2-LP) → amazon.de | → jpc.de Über 15 Jahre nach seiner bahnbrechenden Einspielung der Goldberg-Variationen, die im Rahmen der ersten „Bach Edition“ von Brilliant Classics entstand, legt Pieter-Jan Belder eine Neuaufnahme des Zyklus’ vor. Sie fasst die neuen Erkenntnisse einer nie abgeschlossenen Beschäftigung mit dem Gipfel der barocken Variationskunst zusammen. Behutsam legt der weltweit anerkannte Cembalist die zahlreichen Schätze und Geheimnisse eines der größten Geniestreiche der Musikgeschichte frei. Gleichzeitig ist das Album der Auftakt einer geplanten Gesamtaufnahme Pieter-Jan Belders der Cembalowerke Bachs. Das Album erscheint sowohl als CD als auch als Doppel-LP. ♦ Jean‐Baptist Barrière · Bernard de Bury: Sonates et suites pour le clavecin Luca Quintavalle Epoche: Barock | Cembalomusik Artikelnr. 95428BRC EAN: 5028421954288 → amazon.de | → jpc.de 2CD Jean-Baptiste Barrière war der bekannteste französische Cello-Virtuose seiner Zeit. Neben einigen Cellowerken hinterließ er eine kleine, aber höchst originelle Sammlung an Cembalosonaten. Bernard de Bury wurde am Hofe von Versailles geboren, wo er quasi ununterbrochen lebte und arbeitete. Sein einziges Buch mit Cembalokompositionen schrieb er bereits mit 17 Jahren. Später war er als Opernkomponist äußerst erfolgreich. Der international gefragte Cembalist Luca Quintavalle hat für sein Solodebüt die Raritäten Barrières und de Burys mit viel Sachverstand und nicht ohne Leidenschaft aufgenommen. ♦ Charles Tomlinson Griffes: The Vale of Dreams – Piano Music Emanuele Torquati Epoche: Spätromantik · Impressionismus | Klaviermusik Artikelnr. 95349BRC EAN: 5028421953496 → amazon.de | → jpc.de CD Charles Tomlinson Griffes war einer der originellsten und bekanntesten amerikanischen Komponisten der Romantik. Durch seinen frühen Tod und die tiefgreifenden Veränderungen im Publikumsgeschmack der 1920er Jahre geriet sein spätromantisches, bisweilen impressionistisch eingefärbtes Werk fast völlig in Vergessenheit. Der italienische Pianist Emanuele Torquati, ein engagierter Anwalt wenig beachteter romantischer Kleinode, hat für „The Vale of Dreams“ einen repräsentativen Querschnitt aus der betörenden Klaviermusik Griffes’ aufgenommen, die viel zu schön ist, um ungehört zu bleiben. ♦ Claudio Monteverdi: Madrigali Libro VIII Le Nuove Musiche, Krijn Koetsveld Epoche: Frühbarock | Vokalmusik Artikelnr. 95152BRC EAN: 5028421951522 → amazon.de | → jpc.de 3-CD Monteverdi benannte sein achtes Madrigalbuch „madrigali guerrieri e amorosi“ (etwa „Madrigale des Krieges und der Liebe“). Damit verdeutlichte er den theatralischen Charakter der Werke und weckte gleichzeitig das Interesse des opernverrückten Publikums für die kleine Form des Madrigals. Höhepunkte der Sammlung sind folgerichtig das opernhafte „Combattimento di Tancredi e Clorinda“ und die bewegende Arie „Lamento della Ninfa“. Le Nuove Musiche unter Krijn Koetsveld belegen einmal mehr ihre technische Souveränität und ihr Feingefühl bei der Umsetzung dieser vollendet dramatischen Werke. ♦ Luigi Mozzani & Ottorino Respighi: Complete Music for Guitar Giulio Tampalini Epoche: Spätromantik | Gitarrenmusik Artikelnr. 95230BRC EAN: 5028421952307 → amazon.de | → jpc.de CD Als Gitarrist, Lehrer und Gitarrenbauer fand Luigi Mozzani erst in Paris, dann0 in Bologna seine eigentliche Bestimmung, nachdem er zuvor erster Oboist der New York Philharmonic gewesen war. Er begann sogar vielversprechend mit dem Komponieren, konzentrierte sich aber bald schon ganz auf seine Lehrtätigkeit. Giulio Tampalini hat sich dem kleinen, hochwertigen Œuvre Mozzanis angenommen und legt die erste Gesamteinspielung dieser völlig vergessenen Meisterwerke vor. Dabei spielt er auf einer von Luigi Mozzani erbauten Gitarre, die zwischenzeitlich im Besitz von Andrés Segovia gewesen ist. ♦ Giovanni Paisiello: 6 Flute Quartets Op. 23 Gabriele Formenti. Flöte Ensemble Il Demetrio Epoche: Klassik | Kammermusik Artikelnr. 95268BRC EAN: 5028421952680 → amazon.de | → jpc.de CD Zu Lebzeiten war Giovanni Paisiello der Superstar der Oper, der zwischenzeitlich sogar in Diensten von Katharina der Großen und Napoleon stand. Kammermusik wie seine Flötenquartette schrieb er allerdings eher für die stets nach neuer Musik hungernde Bourgeoisie. Technisch eher simpel, sind sie dennoch hinreißende Unterhaltungsmusik im besten Sinne. Das Ensemble Il Demetrio musiziert Paisiellos quirlige Flötenquartette mit großer Spielfreude. Als Solist glänzt Gabriele Formenti, der bereits mit seinen Tessarini-Aufnahmen sein Talent für die neapolitanische Schule unter Beweis gestellt hat. ♦ Johann Georg Pisendel: Violin Sonatas Tomasz Aleksander Plusa, Violine Robert Smith, Cello Ere Lievonen, Cembalo Earl Christy, Laute und Theorbe Epoche: Barock | Kammermusik Artikelnr. 95432BRC EAN: 5028421954325 → amazon.de | → jpc.de CD Als virtuosester Violinist des Spätbarocks in Mitteldeutschland beeinflusste Johann Georg Pisendel mit seinen spielerischen Möglichkeiten die Kompositionen seiner Zeitgenossen. Seine eigenen Violinsonaten sind technisch anspruchsvollste Werke, reich an originellen Harmonien und freien Ausdrucksmöglichkeiten. Tomasz Aleksander Plusa hat für sein Debütalbum drei Sonaten mit Basso-continuo-Begleitung und die Solosonate in a-Moll Pisendels eingespielt. Plusa hat sich mit zahlreichen Konzerten in den Niederlanden und auf Festivals in Europa einen hervorragenden Ruf als Barockspezialist erworben. ♦ Jean Baptiste Robin: Fantaisie Mécanique – Music with Organ Jean Baptiste Robin, Orgel Orchestre Régional de Normandie, Jean Deroyer François Chaplin, Klavier Romain Leleu, Trompete Philippe Cuper, Klarinette Frédéric Champion, Orgel Epoche: zeitgenössische Musik | Orgelmusik · Kammermusik · konzertante Musik Artikelnr. 95479BRC EAN: 5028421954790 → amazon.de | → jpc.de CD Jean Baptiste Robin ist nicht nur einer der derzeit besten Organisten Frankreichs, er ist auch Komponist abwechslungsreicher Werke, in deren Mittelpunkt stets die Orgel steht. Mit François Chaplin, Romain Leleu, Philippe Cuper und Frédéric Champion konnte Robin einige der besten Solisten Frankreichs für sein Debütalbum mit eigenen Kompositionen gewinnen. Es beinhaltet sowohl Solowerke für Orgel als auch Kompositionen für Orgel im Duo mit Klavier, Klarinette, Trompete oder einer zweiten Orgel. Höhepunkt des Albums ist die titelgebende „Mechanic Fantasy“ für Orgel, Streicher und Pauken. ♦ Various Composers: El Cant de la Sibil∙la – Sacred Music from Medieval Catalunya Ensemble San Felice, Federico Bardazzi Epoche: Mittelalter | geistliche Musik Artikelnr. 95481BRC EAN: 5028421954813 → amazon.de | → jpc.de CD In der Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat, etwa 40 km nordwestlich von Barcelona, feierte man im Mittelalter die Frühmette am Weihnachtstag mit einem ungewöhnlichen Ritual. Ein Knabe sang als Sibylle verkleidet, mit verbundenen Augen vorchristlich-prophetische Texte, die die Ankunft des Sohn Gottes und das Ende der Welt prophezeiten. Das Projekt „El Cant de la Sibil∙la“, das professionelle Musiker und ambitionierte Amateure vereint, rekonstruiert das archaische Ritual mit früher geistlicher und weltlicher Musik und katalanischen Texten der Zeit so authentisch wie möglich.

Crescendo

21. März

Woher kommt eigentlich … das Phänomen Wunderkind? - Jung und Alt

Wunderkinder sollen bewundert werden. Im Berliner Volksmund heißt das: „Ick kieke, staune, wundre mir.“ 1925 machte Kurt Weill daraus das Klopslied. Da wo man hinkiekt und staunt, dort lassen sich Wunderkinder in bare Münze verwandeln. Nicht nur Deutschland sucht den Superstar, die ganze Welt ist voller Wunder, man schaue nur bei Youtube nach. Es geht um Superlative, von denen sich das Wunderkind und sein Umfeld erhoffen, Stufe für Stufe in den Olymp von Ruhm und Reichtum zu gelangen. Vor dem Ehrgeiz des Kindes steht der Ehrgeiz der Eltern. Wunderkind Paganini erinnert sich an seinen Vater: „Bald erkannte er meine Naturanlage, ihm habe ich die Anfangsgründe in der Kunst zu verdanken. Seine Hauptleidenschaft ließ ihn sich viel zu Hause beschäftigen, um durch gewisse Berechnungen und Combinationen Lotterie-Nummern aufzufinden, von denen er sich bedeutenden Gewinn versprach. Deshalb grübelte er sehr viel und zwang mich, nicht von seiner Seite zu weichen, so daß ich vom Morgen bis zum Abend die Violine in der Hand halten musste … schien ich ihm nicht fleißig genug, so zwang er mich durch Hunger zur Verdoppelung meiner Kräfte, so dass ich körperlich viel auszustehen hatte, und die Gesundheit zu leiden begann.“ Der Komponist und Musikkritiker Alfred Julius Becher postulierte 1843 in den „Wiener Sonntagsblättern“, man solle „solche Kinderquälerei und Kunstprostitution unter polizeiliche Aufsicht stellen“. Die „Allgemeine Musikalische Zeitung“, zu deren Abonnenten auch Goethe zählte, bemerkte 1823, dass allerorts Wunderkinder „wie Pilze hervorschossen“. So wusste Goethe: „Die musikalischen Wunderkinder sind zwar hinsichtlich der technischen Fertigkeit heutzutage keine so große Seltenheit mehr …“, ergänzte jedoch in Bezug auf den jungen Mendelssohn: „… was aber dieser kleine Mann im Fantasieren und Primavistspielen vermag, das grenzt ans Wunderbare und ich hab es bei so jungen Jahren nicht für möglich gehalten.“ Gegenüber Zelter, der Mendelssohn unterrichtete, staunte er über den Zwölfjährigen: „Was Dein Schüler jetzt leistet, mag sich zum damaligen Mozart verhalten wie die ausgebildete Sprache eines Erwachsenen zu dem Lallen eines Kindes.“ Mozart als Maßstab, es sollte immer ein „neuer Mozart“ her. Mendelssohns Vater war als Bankier erfolgreich, wünschte sich von seinem Sohn Opern und Oratorien. Dafür scheute er weder Kosten noch Mühen. Mit 16 stellte Felix seine Oper Die Hochzeit des Camacho fertig. Der Sommernachtstraum ist das Werk eines 17-Jährigen. War es der Vater, der ihn antrieb oder – Mozart ähnlich – die Ahnung, früh vollenden zu müssen? Felix Mendelssohn starb mit 38. Es kann auch anders sein. Camille Saint-Saëns begann mit sechs Jahren zu komponieren, obwohl ihm dafür noch 80 weitere Jahre blieben. Oder war er erst drei Jahre alt, als er das erste Stück schrieb? Im Reich von „höher, schneller, weiter“ divergieren die Angaben. Mutter und Großtante förderten ihn, der Vater war kurz nach Camilles Geburt verstorben. „Als ich zweieinhalb Jahre alt war, setzten sie mich vor ein kleines Klavier, was seit Jahren nicht mehr geöffnet worden war. Anstatt darauf herumzutrommeln, wie es die meisten in meinem Alter getan hätten, schlug ich eine Note nach der anderen an, jedoch immer erst, wenn die vorherige ausgeklungen war.“ Literatur für Kinder zu spielen langweilte das Wunderkind, bald schon legten sie ihm Mozart und Haydn vor. „Mit fünf konnte ich kleine Sonaten korrekt spielen, gut interpretiert und in exzellenter Genauigkeit.“ Dass er all das unter Zwang getan habe, entkräftet Saint-Saëns in seinen „Musikalischen Erinnerungen“: „Ich habe in einer Biografie gelesen, ich sei mit der Peitsche bedroht worden, damit ich spiele. Das ist absolut falsch.“ Die italienische Geigerin Teresa Milanollo begann ihren Unterricht mit vier Jahren. 1843, als sie 16 war und ihre Schwester Maria elf, spielten die beiden im Wiener Redoutensaal vor 4.000 Leuten. „Seit Paganini dürfte sich kaum ein anderes Concert eines solchen Zuspruches erfreut haben, wie dieses.“ Hier rief Becher nicht nach „polizeilicher Aufsicht“, sondern lobte: „Die in noch so unreifem Alter übernatürlich erscheinende Tiefe der Empfindung und die daraus hervorgehende Vollendung der Exekution. So kann aber auch kein Mann spielen!“ Was steht hinter dem Wunsch, die Welt ins Kieken, Staunen, Wundern zu versetzen? Vielleicht der Ruf, mit dem Kurt Weills Klopslied endet: „Icke! Icke! Icke!!“ Stefan Sell

Joseph Haydn
(1732 – 1809)

Joseph Haydn (31. März 1732 - 31. Mai 1809) war ein österreichischer Komponist und führender Vertreter der Wiener Klassik. Er war Bruder des Komponisten Michael Haydn und des Tenors Johann Evangelist Haydn. Den größeren Teil seiner beruflichen Laufbahn verbrachte Haydn als Hofmusiker auf dem Landsitz der wohlhabenden ungarischen Familie Eszterházy, wo er deren Orchester und Oper leitete. Die Abgeschiedenheit von anderen Komponisten und musikalischen Strömungen beschrieb er mit dem bekannten Zitat: „Ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irremachen und quälen, und so musste ich original werden.“ 1797 komponierte Haydn für Kaiser Franz II. das nach dem kroatischen Lied („Vjutro rano se ja stanem“) entstandene, in der Erstausgabe „Volkslied“ titulierte „Gott, erhalte den Kaiser!“ auf die hierzu gedichtete Worte von Lorenz Leopold Haschka; im Jahre 1841 mit dem wiederum eigens hierzu geschaffenen Text des Liedes der Deutschen von August Heinrich Hoffmann aus Fallersleben unterlegt, dient sie heute, mit dessen dritter Strophe, als Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland.



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